[F1] Glanzloser Auswärtssieg in Ditzingen

Ditzingen: Die Revanche für das Hinspiel ist geglückt: Mit 22:31 gewannen die Frauen I der HG Steinheim-Kleinbottwar am vergangen Samstag gegen das Tabellenschlusslicht aus Ditzingen. Trotz holprigem Start war der Sieg zu keiner Zeit gefährdet, mit Ruhm bekleckert hatte die sich HG aber nicht.

Etwa vor vier Monaten triumphierten die TSF Ditzingen ziemlich überraschend, aber völlig verdient in der Bottwartalhalle. Die Hausherrinnen zeigten damals eine desolate Leistung, die nach Wiedergutmachung rief. Am vergangenen Wochenende war die Chance dazu endlich gekommen. Diese wurde zwar genutzt, wenngleich die mitangereisten HG-Anhänger nicht gerade eine handballerische Offenbarung erlebten. So hatte das Spiel eigentlich nur zwei schöne Momente: Das Comeback von Kreisläuferin Miriana Attaguile nach überstandenem Kreuzbandriss und die Schlusssirene um viertel nach sieben. Immerhin blieb sich die HG treu. Ein katastrophaler Auftakt voller technischer Fehler und praktisch ohne Abwehrleistung erbrachte einen 3:1-Rückstand nach fünf Minuten. Dass die HG damit gut bedient war, fand auch Trainerin Janine Zieker und klatschte die grüne Karte auf den Tisch. Völlig berechtigt machte sie ihrer Truppe eine Ansage, die sich gewaschen hatte, inklusive Gebrüll und wüster Flüche. Beschämt schlurfte die HG zurück aufs Feld, und bemühte sich, es besser zu machen, auch wenn der Funke heute nicht so recht übersprang. Glücklicherweise reichte das für den Ausgleich nach sieben Minuten durch die siebenfache Torschützin Melina Sturm, und die erste Führung durch Yvette Leißa vom Kreis nur sechzig Sekunden später. Nach und nach bekam man die Gastgeberinnen besser unter Kontrolle. Tore erzielten diese jetzt nur noch aus dem Rückraum und nach gnädig zugesprochenen Siebenmetern. Insgesamt sechsmal durften die Sportsfreunde aus Ditzingen zum Strafwurf antreten, die HG leider nur einmal (aber den einen verwandelte Ruby Fröhlich in der 52. Spielminute sicher). Für eine deutliche Führung reichte es bis zur Halbzeit trotzdem nicht: In die Kabinen ging’s beim Spielstand von 12:14.

In der zweiten Hälfte ging den Gastgeberinnen dann ein bisschen die Puste aus, zum großen Glück, denn die Steinheimerinnen waren kopfmäßig teilweise schon in ihren Tütüs, ausgehbereit für die geplante Faschingsfahrt. Dementsprechend wurden so einige Chancen liegengelassen und diverse Fehler ohne Not fabriziert. Natürlich war nicht alles schlecht, sonst hätte man sich nicht nach fünf Minuten auf 13:17 absetzen und dann so rasch davon ziehen können. Der Zug zum Tor war von jeder Position da, und wenn der Ball einmal lief, dann lief er gut. Am Ende konnte sich jede Feldspielerin auf der Torschützenliste eintragen. Der Endstand mit neun Toren Differenz ging somit völlig in Ordnung, ein bisschen mehr Elan seitens der HG hätte der Partie aber gut getan. Spätestens nächste Woche wird der nämlich nötig sein. Die HG ist am Sonntag um 14:45 Uhr zu Gast beim TSV Bönnigheim, der derzeit auf dem vierten Tabellenplatz weilt, jedoch ein Spiel weniger als der drittplatzierte TV Mundelsheim hat. Im Hinspiel hatte die HG eine sehenswerte Leistung gezeigt. Für einen Sieg muss diese aber unbedingt bestätigt werden.

Für die HG spielten: Arndt und Goebel (im Tor) – Attaguile (3), Bernhardt (1), Fröhlich (2/1), Hegendorf (1), Kachelmuß (4), Leißa (4), Sautter (2), Scholl (2), Sturm (7), Zuddas (5)

© HG Steinheim-Kleinbottwar | Carina Scholl, vom 07.03.2019
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