[F1] HG-Frauen 1 lassen zuhause nichts anbrennen

Steinheim-Kleinbottwar: Das zweite Heimspiel in 2019 haben die Frauen 1 von der HG Steinheim-Kleinbottwar gegen den TSV Korntal deutlich mit 29:21 gewonnen. Die Zuschauer in der Bottwartalhalle sahen eine eindeutige Partie mit einer von der ersten Minute an führenden Heimmannschaft.

Neugierig marschierte eine fast vollständige HG am Samstagabend auf die Platte. Das Hinspiel hatte sie klar mit 16:30 gewonnen, aber erst neulich hatte der TSV Korntal den Tabellendritten aus Mundelsheim mit zehn Toren geschlagen, was die Ausgangslage interessanter machte. Trainerin Janine Zieker ließ dennoch keinen Zweifel daran, wie sie sich dieses Spiel vorstellte. Zwei Punkte mussten es gegen den Aufsteiger TSV Korntal sein, resultierend aus einer soliden Abwehrleistung und viel Tempo im Angriff, und - ganz wichtig - bitte ohne am Anfang aus Verschlafenheit in Rückstand zu geraten. Unglaublicherweise bekam sie diese Woche, was sie wollte.

Ab der ersten Minute war ihr Team das bessere. Korntal fehlte es an Ballsicherheit, Geschwindigkeit und Durchschlagskraft, um der HG in irgendeiner Weise gefährlich werden zu können. Die HG überrannte die Gäste zwar nicht, führte aber immerhin direkt mit 4:0. Nach zwölf Minuten stand’s 7:2. Weil konsequent verteidigt wurde, verhedderten sich die Korntaler ein ums andere Mal und leisteten sich viele technische Fehler. Das lud die HG zu Tempogegenstößen ein. Auch leichte Tore aus der zweiten Welle oder aus der schnellen Mitte gelangen häufig. Dementsprechend spielte sich der Großteil der Partie vor dem HG-Gehäuse ab. Nur selten fand Korntal eine Möglichkeit, das grün-schwarze Abwehrdickicht aus dem freien Spiel zu überwinden. Die meisten Tore erzielte Korntal nach gewährtem Strafwurf, weil die Kreisläuferin die Abwehr in den Kreis geschoben hatte. Ganze zwölf (!) Siebenmeter durften die Gäste deshalb werfen, davon trafen sie acht (zum Vergleich: Die HG bekam nur drei gewährt). Auch drei der ersten vier Korntaler Treffer entstanden auf diesem Wege. Nach der 7:2-Führung nickte die HG kurzzeitig ein und ließ Korntal auf 9:6, dann auf 10:7 herankommen. In die Pause ging’s aber doch noch mit einer Führung von 14:8, auch, weil Steinheims Larissa Ziegler nochmal anzog und innerhalb von vier Minuten vier ihrer insgesamt zehn Tore warf. Nach der Pause passierte nichts mehr Wesentliches. Die HG erhöhte schnell auf 19:10 und ließ es dann auslaufen. In den letzten dreißig Minuten gab es nur noch zwei erwähnenswerte Situationen: Zum einen die direkte Disqualifikation von Lena Münst in der 39. Minute nach einem unglücklichen Verteidigungsversuch in einer Kontersituation, zum anderen die Zeitstrafe gegen die Korntaler Bank in der 49. Minute wegen Meckerns. Die Sache war eben wirklich eindeutig, und Trainerin Zieker zeigte sich rundum zufrieden. Nach ihrem Geschmack hätte der Entstand bei einer besseren Chancenauswertung noch etwas deutlicher ausfallen können, aber „letztendlich ist es egal, ob man mit 8 oder 15 Toren gewinnt“, wie sie unlängst feststellte. Vor allem, wenn es um die goldene Ananas geht.

Vermutlich wird die HG am kommenden Sonntag wieder mehr gefordert. Zwar ist die HSG Neckar schon seit längerer Zeit stark dezimiert, aber im Hinspiel konnte sich die HG Steinheim-Kleinbottwar erst in allerletzter Sekunde in ein Unentschieden retten. Anpfiff ist um 14:45 in der Sporthalle in der Au in Benningen.

Für die HG spielten: Für die HG spielten: Arndt und Goebel im Tor – Bernhardt (4), Fröhlich (2), Hegendorf, Kachelmuß (1), Leißa (2), Roth (2), Sautter (1), Scholl (4), Ziegler (10/2), Zuddas (3)

© HG Steinheim-Kleinbottwar | Carina Scholl, vom 13.02.2019
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