[F1] Dezimierte HG holt wichtige Punkte ins Bottwartal

Ludwigsburg-Ossweil: Ganz schön spannend haben es die Frauen 1 der HG Steinheim-Kleinbottwar am vergangenen Samstag gemacht: Gegen den Gastgeber SV Ludwigsburg-Oßweil konnte man sich nach Herzschlagfinale mit 29:30 durchsetzen. Einmal mehr war es eine richtig knappe Kiste – das hätte auch schiefgehen können.

Lach- und Sachgeschichten mit der HG Steinheim-Kleinbottwar, diesmal zu Gast beim SV Ludwigsburg-Oßweil. Heute wieder mit: Nicole Hegendorf und Sarah Bernhardt. Dafür ohne: Annika Roth, Melina Sturm, Sabrina Sautter, Janine Zieker und Miriana Attaguile. Ein aufregender Handballkrimi mit den schusseligen Frauen aus dem Bottwartal, die sich das Leben wieder einmal selbst schwer gemacht. Aber der Reihe nach.

Der kleine Haufen, der sich am Samstagnachmittag vor der Oßweiler Mehrzweckhalle traf, guckte nicht besonders zuversichtlich: Wieder richtig dünne war es im Rückraum und noch übler war die Situation am Kreis. Nichtsdestotrotz verlangte Übungsleiterin Zieker nach dem HCOB-Debakel eine Woche zuvor eine klare Reaktion, nicht nur spielerisch, sondern auch moralisch. Natürlich ging es direkt gut los: 4:0-Rückstand nach sieben Minuten aufgrund von drölftausend technischen Fehlern. Dann, endlich, traf Larissa Ziegler zum ersten Mal für die HG. Insgesamt dreizehn Tore sollte sie heute werfen, davon wichtige sieben von der Siebenmeterlinie. Auch Torhüterin Nicole Arndt erwischte eine starke erste Halbzeit, mit der sie ihrem Team vor allem am Anfang wichtigen Rückhalt gab, bis diesem wieder einfiel, wie dieses „Handball“ nochmal funktioniert. So hatte sie auch am zweiten Treffer der HG ganz gehörigen Anteil: Erst die Parade, dann der Sahnepass auf Carina Scholl über die zurücklaufenden Oßweilerinnen: 4:2! Nun kam die HG in Fahrt. Endlich fand sie im Angriff Mittel und Wege, sodass die anfänglich offensive Oßweiler Abwehr stetig näher an den Sechsmeter gedrückt wurde. Der Ausgleich zum 5:5 fiel in der 14. Spielminute. Von nun an wechselte die Führung im Minutentakt. Als die exotische Oßweiler Sirene ertönte, stand es gerade 13:12 für die Gastgeberinnen.

Bis zum Wiederanpfiff hatte man ausdiskutiert, dass eine Winzigkeit mehr Tempo eigentlich keine schlechte Sache sei. Die Chefin regte sich auch ein bisschen auf, wieso man sich permanent von der rechten Oßweiler Angriffsseite zum Narren halten lasse – hier müsse man besser aufpassen. Ansonsten wäre auch mehr Gefährlichkeit aus dem Rückraum wünschenswert. Aber sonst? Nicht grundverkehrt.

In der zweiten Halbzeit zog die HG rasch an den Gastgeberinnen vorbei. Sie war jetzt das etwas bessere Team. Das große Versäumnis war die fehlende Ruhe: Die HG agierte ungeduldig, fahrig und zugegebenermaßen manchmal ein bisschen blöd. Etwa, weil sie sich von der wieder offensiver eingestellten Oßweiler Abwehr irritieren ließ oder wenn sie sich nicht auf einen Spielzug einigen konnte. So ging die HG zwar immer wieder mit einem Tor in Front, schaffte es aber erst in der 59. Spielminute, den Sack zuzumachen. Der Anschlusstreffer zum 29:30-Entstand war dann erstens nur noch Ergebniskosmetik und zweitens nicht regulär, da die Spielzeit eigentlich schon abgelaufen war – eine der vielen unglücklichen Entscheidungen, die der Unparteiische an diesem Tag traf. Bis zum nächsten Heimspiel am kommenden Samstag gegen den TSV Korntal füllen sich die Steinheimer Reihen hoffentlich wieder. Anpfiff ist auf jedem Fall um 18:00 Uhr in Kleinbottwar.

Für die HG spielten: Arndt und Goebel im Tor – Bernhardt (4), Fröhlich (2), Hegendorf (3), Kachelmuß, Leißa, Scholl (7), Ziegler (13/7), Zuddas (1)

© HG Steinheim-Kleinbottwar | Carina Scholl, vom 05.02.2019
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