[F1] Zwei Punkte in Tamm nach starker Schlussphase

Tamm: Beim ersten Rückspiel der Saison gegen den TV Tamm gelang den Frauen I der HG Steinheim-Kleinbottwar am vergangenen Sonntag ein 20:22-Auswärtssieg. Einmal mehr haben Sie es dabei spannend gemacht: Erst in der Schlussphase wendete sich das Blatt.

Ohne ihren Co-Trainer Uwe Roth, der aus privaten Gründen verhindert war, rief Spielertrainerin Janine Zieker ihre Truppe vor Spielbeginn zum Appell: Hier seien zwei Punkte Pflicht. Schließlich hatte die HG beim Hinspiel, das erst vor drei Wochen stattgefunden hatte, voll und ganz überzeugt. Natürlich kam es, wie es kommen musste: Zwar war es Kreisläuferin Yvette Leißa gegen ihren Ex-Verein vergönnt, das erste Tor der Partie zu werfen, dann war es mit einer Führung für die HG erst mal vorbei. Wie so häufig gewährte man dem gegnerischen Angriff zu viel Raum und verpasste es, selbst genügend Druck auszuüben. Ehe man sich’s versah, lag man nach 15 Minuten mit 9:4 zurück. Und das verdient. Dabei hatte sich das Tammer Angriffsspiel in der kurzen Zeit nicht verändert: Die Frauen der Handballerei agierten temporeich mit vielen Leerkreuzvarianten, Passtäuschungen und intensivem Zusammenspiel mit dem Kreis. Anders war die Abwehrformation. Da setzten sie diesmal auf eine 6:0 Abwehr, nicht auf die extrem offensive Variante des Hinspiels. Obwohl in der Bezirksliga Gang und Gäbe, fruchtete diese Maßnahme. Die HG brachte in der ersten Halbzeit nur acht Bälle im Tor unter, die Gastgeberinnen dagegen zwölf.

Nach der miserablen ersten Hälfte wollten sich die Steinheimerinnen jetzt besser präsentieren. Und natürlich die zwei Punkte absahnen. Zunächst sah es danach aber nicht aus. Zwar konnte man auf bis zur 41. Spielminute auf 14:12 verkürzen und sogar mehrmals den Anschlusstreffer erzielen, aber leider agierte man in den entscheidenden Momenten sehr unglücklich und verpasste den Ausgleich. Und der TV Tamm? Dessen Rückraum wirbelte und verlagerte, täuschte und drehte, dass es einem schwindelig werden konnte. Dabei trat er viel ballsicherer auf als zuletzt in Steinheim. Sie leisteten sich viel weniger technische Fehler, auch im Vergleich zu ihren Gästen heute, und das ermöglichte ihnen, sich bis zur 53. Spielminute wieder auf 19:16 abzusetzen. Doch wie so oft ist es am Ende eine Frage des Willens und eine Frage des Selbstbewusstseins. Dank eines unbändigen Siegeswillens kniete sich das Team, angeführt von Übungsleiterin Zieker selbst, nochmal rein und erkämpfte sich innerhalb von vier Minuten den Ausgleichstreffer zum 19:19. Diese neue Situation verunsicherte Tamm zutiefst. Hier machte sich die Unsicherheit nach vier Niederlagen in Folge bemerkbar. Aus dem 0:3-Lauf der HG wurde bis zur 59. Spielminute ein 0:6 Lauf. Als dann Corinna Elison wenige Sekunden später auch noch für einen unglücklichen Gesichtstreffer gegen Carina Scholl beim Stand von 19:21 vom Feld geschickt wurde, war die Partie entschieden.

Zum letzten Mal in 2019 tritt die HG am kommenden Samstag, 22.12.2018 um 16:00 Uhr an. Zu Gast in der Bottwartalhalle ist die HSG Marbach-Rielingshausen, die zuletzt deutlichen Aufwind hatte. Hoffentlich wird es aus HG-Sicht eine schöne Bescherung.

Für die HG spielten: Arndt und Goebel im Tor; Bernhardt (1), Fröhlich (1), Leißa (2), Roth, Sautter (2), Sturm, Scholl (7), Ziegler (2), Zieker (7/4), Zuddas

© HG Steinheim-Kleinbottwar | Carina Scholl, vom 18.12.2018
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