[F1] Schlechte Chancenauswertung kostet einen Punkt

Aldingen: Zu Gast beim TV Aldingen kamen die HG Frauen I am Sonntagnachmittag nicht über ein Remis von 18:18 hinaus. In der insgesamt schwachen Partie bestimmten technische Fehler und eine miserable Chancenauswertung das Spielgeschehen. Die traurige Ausbeute von nur achtzehn Treffern macht den Punktverlust trotz spielerischer Überlegenheit hochverdient.

Handball ohne Harz ist immer eine Zumutung. Doch die Schuld allein dem Haftmittelverbot in der Aldinger Regentalhalle zuzuschieben, wäre zu einfach. Obwohl die Mannschaft wusste, dass sie um den Verzicht auf das Harz nicht herumkommen würde, beschäftigte sie sich im Vorfeld der Partie viel zu sehr mit dieser Thematik. So wurde in der guten Anfangsphase gar nicht bemerkt, dass es eigentlich auch ohne geht. Denn die Gastgeberinnen taten sich gegen die zu Beginn hochkonzentrierte HG schwer, was mit einer 1:5-Führung nach sieben Minuten belohnt wurde. Nach und nach kam der TV Aldingen besser in die Partie Wenngleich seinem Angriffspiel jetzt großzügiger Räume gewährt wurden, war die Defensivarbeit der HG an diesem Tag ausnahmsweise nicht das Problem. Plötzlich wurden vorne Chancen über Chancen vergeben – egal, ob unter Bedrängnis geworfen oder völlig frei, der Ball landete viel zu selten im Tor. Resultierend daraus der Ausgleich in der zwanzigsten Minute. Neuer Spielstand: 7:7. Spielertrainerin Janine Zieker nahm die Auszeit. Danach ging die HG wieder mit drei Toren in Front. Ehe sich die Aldingerinnen wieder annähern konnten, rettete der Halbzeitpfiff beim Stand von 8:10.

Leider waren zwei gute „Anfangsphasen“ an diesem Tag nicht drin: In den zweiten Durchgang starteten die Steinheimerinnen längst nicht so gut wie in den ersten. Ihr Angriff verlief schleppend, nahezu statisch und ohne Tiefe. So kamen kaum noch klare Torchancen zustande. Meistens erfolgten die Abschlüsse jetzt ohne Vorbereitung aus dem Rückraum. Diese Schwächephase wussten die Hausherrinnen zu nutzen. Dank eines 7:1-Laufs stand es plötzlich 15:11, was Janine Zieker zur zweiten Auszeit nach elf Minuten zwang. Erst jetzt realisierte die HG, dass sie dabei war, das Spiel zu verlieren. Dennoch sprang der Funke einfach nicht über. Nur langsam kam die Aufholjagd ins Rollen. Zwar wurden wieder Torchancen erspielt, doch wie bereits erwähnt, war die Trefferquote an diesem Tag äußerst schlecht. Durchbrüche gelangen immer wieder über Rückraumspielerin Larissa Ziegler, die drei der vier nächsten HG-Tore warf und ihre Farben damit auf ein 16:15 in der 50. Spielminute heranbrachte. Leider wollte der Ausgleich einfach nicht fallen. Stattdessen erhöhte Aldingen auf 17:15. Im Anschluss verwandelte Janine Zieker den einzigen gewährten Siebenmeter für die HG sicher. Noch einmal trafen die Gastgeberinnen und dann, endlich, zog die HG zum 18:18 gleich. Die einzige Überzahlsituation in der 59. Minute konnte die HG nutzen und räumte nach links ab. Annika Roth behielt die Nerven und netzte ein. Am Ende hatte die HG sogar noch die Chance zum Sieg, man scheiterte aber wie so oft an der Torhüterin. Trotzdem war man mit dem Unentschieden gut bedient – das hätte wirklich auch eine noch unschönere Überraschung werden können.

Endlich wieder in die Harzdose greifen dürfen die Frauen I am kommenden Samstag in der heimischen Bottwartalhalle. Zu Gast ist der TSF Ditzingen, Anpfiff ist um 18 Uhr.


Für die HG spielten: Arndt und Goebel im Tor; Bernhardt (1), Fröhlich, Leißa (1), Kachelmuß, Roth (1), Sautter, Scholl (5), Ziegler (8), Zieker (2/1), Zuddas

© HG Steinheim-Kleinbottwar | Carina Scholl, vom 14.11.2018
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